Archive for the ‘SD-Therapie’ Category

Behandlung hyperfunktioneller Schilddrüsenknoten

Sonntag, 31. März 2019

Die Konversion von einem hyperfunktionellen in ein
iso- bzw. hypofunktionelles Speichermuster in der Szintigraphie wurde in der Radiojodgruppe bei 16 von 17 Patienten (94 %)
und in der HIFU-Gruppe bei 8 von 15 Patienten (53 %) nachgewiesen (p = 0,024). Die Daten zeigen eine klare Überlegenheit
der Radiojodtherapie im Vergleich mit der HIFU bei der Behandlung hyperfunktioneller Schilddrüsenknoten, jedenfalls in dem
hier untersuchten (kleinen) Patientenkollektiv. Die Autoren sehen daher die Radiojodtherapie nach wie vor als Methode der
ersten Wahl bei autonomen Schilddrüsenadenomen an.

 

 

 

Der hochintensive fokussierte Ultraschall (HIFU) ist eine relativ neue Methode zur Behandlung von benignen Schilddrüsenknoten. In der hier vorgestellten prospektiven Studie wurde die Effektivität des HIFU in der Behandlung hyperfunktioneller Schilddrüsenknoten (sog. autonome Adenome) untersucht und mit der Effektivität der konventionellen
Radiojodtherapie verglichen. Als primärer Endpunkt der Studie wurde die Normalisierung des TSH-Wertes nach einem Jahr
gewählt, sekundäre Endpunkte waren die Änderung des Knotenvolumens und Änderungen im szintigraphischen
Speicherverhalten. Zwischen Januar und Dezember 2016 wurden 17 Patienten der Radiojod-Gruppe und 15 Patienten der
HIFU-Gruppe zugeteilt. Die Patienten mussten älter als 18 Jahre sein, zwischen den Behandlungsgruppen erfolgte ein
Matching bzgl. Alter und Geschlecht. Ein sonographisch nachweisbarer Schilddrüsenknoten wurde als hyperfunktionell
definiert, wenn szintigraphisch eine umschriebene Mehranreicherung bestand und gleichzeitig eine TSH-Suppression
(TSH < 0,1 IU/l) vorlag. Eine Schilddrüsenszintigraphie wurde vor sowie 1 Jahr nach der Behandlung durchgeführt, Hormonbestimmungen sowie sonographische Vermessungen des Knotenvolumens fanden vor bzw. 3, 6 und 12 Monate nach der
Behandlung statt. Ein Jahr nach der Therapie hatten 14 von 17 Patienten (82 %) in der Radiojod-Gruppe aber nur 4 der 15
Patienten (27 %) aus der HIFU-Gruppe den primären Endpunkt erreicht (p =0,0008). Verglichen mit den Ausgangswerten
waren in der Radiojodgruppe TSH zu allen Kontrollterminen signifikant höher sowie die Konzentrationen der freien
Schilddrüsenhormone signifikant niedriger als in der HIFU-Gruppe (p < 0,0001). Der Median des TSH-Wertes lag bei den mit
Radiojod behandelten Patienten bei 1,5 IU/l und bei den HIFU-Patienten bei 0,2 IU/l (p < 0,0001). In beiden Gruppen
entwickelte keiner der Patienten eine Hypothyreose. Das Knotenvolumen nahm in beiden Behandlungsgruppen ab, wobei
Thyroid-Lit. 50862
zwischen den Gruppen kein signifikanter Unterschied gefunden wurde. Die Konversion von einem hyperfunktionellen in ein
iso- bzw. hypofunktionelles Speichermuster in der Szintigraphie wurde in der Radiojodgruppe bei 16 von 17 Patienten (94 %)
und in der HIFU-Gruppe bei 8 von 15 Patienten (53 %) nachgewiesen (p = 0,024). Die Daten zeigen eine klare Überlegenheit
der Radiojodtherapie im Vergleich mit der HIFU bei der Behandlung hyperfunktioneller Schilddrüsenknoten, jedenfalls in dem
hier untersuchten (kleinen) Patientenkollektiv. Die Autoren sehen daher die Radiojodtherapie nach wie vor als Methode der
ersten Wahl bei autonomen Schilddrüsenadenomen an.

 

237. Folge des Henning
Schilddrüsenliteraturdienstes.

Resensibilisierung bei radiojodrefraktärer SD Tumor

Sonntag, 31. März 2019

Die Autoren konnten somit belegen, dass bei einem Teil der Patienten eine RJTh durch die genannte Vortherapie wieder
durchführbar wurde. Diese dann durchgeführte 131Jodtherapie führte zu erkennbarem Ansprechen des Tumors.

 

 

 

 

Das differenzierte Schilddrüsenkarzinom hat in der Regel eine exzellente Prognose. Sie verschlechtert sich allerdings
bedeutend bei Auftreten von Fernmetastasen; dann besteht eine 10-Jahresüberlebensrate von noch ca. 42 %. Besonders
schlecht ist die Prognose, wenn ein radiojodrefraktärer Tumor vorliegt: hier liegt die 10-Jahresüberlebensrate bei nur noch ca.
10 %. Um eine Radiojodaufnahme wieder zu erzielen, wurde in der Vergangenheit eine Reihe von Substanzen ohne große
Erfolge untersucht. Zugrunde liegt der radiojodrefraktären Situation eine Mutation im MAPK-Signalweg, insbesondere die
BRAF V600-Mutation. Es kommt zu einem Verlust des Natrium-Jod-Symporters. Ausgehend von in-vitro-Untersuchungen, die
die Möglichkeit eine Wiedererlangung der Radiojodaufnahme durch Inaktivierung der Mutation zeigten, wurden erste klinische
Studien aufgenommen. Untersucht wurden der MEK-Inhibitor Selumetinib und der BRAF-Inhibitor Dabrafenib.
Hier berichten die Verfasser über 13 Patienten im mittleren Alter von 55 Jahren (Bereich 45 – 75 Jahre), die entweder mit
einem MEK-Inhibitor alleine oder in Kombination mit einem BRAF-Inhibitor behandelt wurden. Alle wiesen eine fehlende
Radiojodaufnahme auf. Die Therapie wurde bei acht Patienten wegen eines Fortschreitens der Erkrankung begonnen, bei
fünf, um eine Redifferenzierung der Radiojodaufnahme zu erzielen. Bei zehn Patienten lag ein papilläres Karzinom vor, bei
zwei ein schlecht differenziertes Karzinom und bei einem Patienten ein follikuläres Karzinom. Neun Patienten wiesen eine
Thyroid-Lit. 50855
BRAF-Mutation auf, zwei eine NRAS-Mutation, einer eine KRAS-Mutation. Bei einem Patienten lag ein Wildtyp für 400
untersuchte Gene vor, einschließlich BRAF und RAS. Alle neun Patienten mit der BRAF-Mutation wurden mit einem BRAFInhibitor therapiert (Dabrafenib, Verumafenib). Die drei Patienten mit der RAS-Mutation wurden mit einem MEK-Inhibitor
therapiert (Trametinib oder ein noch in der Entwicklung befindlicher Inhibitor). Der Patient mit nicht identifizierter Mutation
erhielt Trametinib.
Von den 13 Patienten kam es in acht Fällen zu einer erkennbaren Radiojodaufnahme, so dass eine Therapie möglich wurde.
Bei einem weiteren Patienten wurde entschieden, ihn zu therapieren. Die Aktivität betrug 204.4 mCi (Median; Bereich
150 – 253). Bei allen Patienten mit einer RAS-Mutation kam es zu einem die Radiojodtherapie (RJTh) ermöglichenden
Uptake. Die Patienten, bei denen eine RJTh möglich wurde, konnten anschließend über 14.3 Monate nachverfolgt werden
(Median, Bereich 4.5 – 20.6). Meist lag eine stabile Situation vor (stable disease), bei drei Patienten war ein partielles
Ansprechen.
Die Autoren konnten somit belegen, dass bei einem Teil der Patienten eine RJTh durch die genannte Vortherapie wieder
durchführbar wurde. Diese dann durchgeführte 131Jodtherapie führte zu erkennbarem Ansprechen des Tumors.

237. Folge des Henning
Schilddrüsenliteraturdienstes.

Hypothyreose (Soja,Isoflavone)

Donnerstag, 02. November 2017

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Hyperthyreose Biotin

Montag, 10. Juli 2017

Biotin Medikation.

Vitamin B7; Biotin Interferenz mit chemoluminizenz Assays( streptavidin-biotin system)

TSh Ft3 Ft4 u.a. Hcg,Parathormon

TSH niedrig, FT3 und FT4 erhöht wie bei Hyperthyreose.

Abstract

Context: Accurate measurements of circulating hormones is essential for the practice of endocrinology. Immunometric assays employing the streptavidin-biotin system are widely used to measure hormones. However, these assays are susceptible to interference in patients taking biotin supplementations. This interference could mimic a coherent hormone profile, leading to misdiagnosis and unnecessary treatment.

Case description: The patient, a 32-year-old man with X-linked adrenomyeloneuropathy recently diagnosed with Graves disease, was referred to our department to evaluate his response to antithyroid drugs. His thyroid function tests were still consistent with hyperthyroidism while he had been receiving carbimazole 40 mg/d for 6 weeks. We found no signs of thyrotoxicosis on physical examination despite the „frank and severe“ biochemical hyperthyroidism. Noticing that all the patient’s assays had been done at the same laboratory, we suspected assay interference. We therefore repeated the thyroid function tests at our hospital laboratory, which uses a different assay platform. Surprisingly, all the results were normal, confirming assay interference. The patient was taking an investigational „vitamin“ therapy, which turned out to be biotin, prescribed at a dose of 100 mg tid as part of a trial of high-dose biotin in X-linked adrenomyeloneuropathy.

Conclusions: This case should encourage physicians to ask their patients about possible biotin intake, especially when laboratory results are not compatible with clinical findings. If biotin interference is suspected, we propose either using a different assay not based on the streptavidin-biotin system or repeating the analyses after stopping biotin supplementation for one week.

Barbesino G. Misdiagnosis of Graves‘ disease with apparent severe hyperthyroidism in a patient taking biotin megadoses. Thyroid. 2016;26(6):860–863.

Bipolar Disorder

Samstag, 03. Juni 2017

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Thyreostatika u. Agranulozytose

Dienstag, 09. August 2016

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SD-Kinder-Newborn

Freitag, 19. Juni 2015

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Selen-Therapie bei eO u. Hashimoto

Sonntag, 25. September 2011

Die nach Auffassung des Referenten wichtige Studie belegt, dass eine Selengabe bei Patienten mit e.O. zu einer signifikanten Besserung der Lebensqualität und des klinischen Bildes der e.O. führt. Eine Verschlechterung des Krankheitsbildes kann hierdurch vermieden werden. Pentoxyfyllin übt hingegen keine positive Wirkung aus.

Selenium and the Course of Mild Graves’ Orbitopathy:New Engl J Med 364: 1920-1931 (2011)

https://www.infoline-schilddruese.de/index.php?ID=880

Bei euthyreoten Frauen mit Autoimmunthyreoiditis besitzt die Gabe von L-T4 und Selen eine antiinflammatorische Wirkung. Dieser Effekt ist bei kombinierter Gabe beider Substanzen am stärksten ausgeprägt. Hieraus, so die Autoren, kann klinische Relevanz erwachsen und der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst werden.

The Effect of Levothyroxine and Selenomethionine on Lymphocyte and Monocyte Cytokine Release in Women with Hashimoto’s Thyroiditis:J Clin Endocrinol Metab. 96 (7): 2206-2215 (2011)

https://www.infoline-schilddruese.de/index.php?ID=881

Endokrine Orbitopathie (EO)

Freitag, 27. Mai 2011

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Gynäkolog. SDD Therapie

Samstag, 09. April 2011

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