Archive for the ‘QCT Osteoporose’ Category

Benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPPS)

Freitag, 28. Juni 2013

Blick auf den Vitamin-D-Wert lohnt sich

Patienten mit gutartigem Lagerungsschwindel haben oft ein Vitamin-DDefizit. Bei häufigen Rezidiven lohnt es sich, die Serumwerte zu messen und bei einem Mangel Vitamin D zu substituieren.

Mainz. Patienten mit Osteoporose leiden vermehrt unter benignem peripherem paroxysmalem Lagerungsschwindel (BPPS). Eine mögliche Erklärung könnten niedrige Vitamin-D-Spiegel sein, wie sie bei Osteoporose häufig auftreten.

Dies haben nun koreanische Forscher bei knapp 300 Patienten genauer untersucht (Jeong SH et al J Neurol 2012, Epub 25.10.). Wie Professor Marianne Dieterich auf dem Neuro Update in Mainz berichtete, wurden die 25-Hydroxy-Vitamin-D-Serumwerte bei 100 Patienten mit idiopathischem BPPS gemessen und bei 192 Kontrollpersonen ohne BPPS, die ein gleiches Alter und Geschlecht und einen ähnlichen BMI aufwiesen.

Dabei zeigte sich, dass 40 Prozent der Kontrollpersonen einen normalen Vitamin-D-Spiegel hatten (über 20 ng/dl), aber nur halb so viele Patienten mit BPPS. Einen ausgeprägten Vitaminmangel (unter 10 ng/dl) fanden die Forscher bei den BPPS-Patienten sogar mehr als fünfmal so häufig wie bei den Kontrollpersonen (30 versus 5,7 Prozent).

Auch die Durchschnittswerte waren mit 14,4 versus 19,7 ng/dl bei den BPPS-Patienten deutlich niedriger. Die Unterschiede waren hochsignifikant, so die Neuroophthalmologin vom Klinikum Großhadern in München. Sie rät daher, bei Patienten mit rezidivierendem gutartigem Lagerungsschwindel den Vitamin-D-Spiegel zu kontrollieren und bei zu niedrigen Werten eine Substitution anzustreben. Ob diese etwas nützt, ist mit dieser Studie zwar nicht bewiesen. „Man macht mit der Substitution aber nichts falsch“, so Dieterich.

Möglicherweise sei bei Vitamin-D-Mangel die Kalzifizierung und Anlagerung der Kalzit-Kristalle an den Haarsinneszellen gestört. Diese könnten dann im Utrikulus leichter herunterfallen und in den hinteren Bogengang rutschen, was den Lagerungsschwindel begünstigen würde, sagte Dieterich. (mut)07/03/13,06:21, Aerzte_Zeitung

Zolendronsaeure:Postmenopausale Osteoporose

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Am vergangenen Wochenende wurden Ergebnisse der erweiterten HORIZON-PFT Studie (clinicaltrials.gov/ct2/show/NC…) im Rahmen des Jahrestreffens der American Society for Bone and Mineral Research in Toronto zur Langzeitwirkung des Biphosphonats Zoledronsäure (www.nejm.org/doi/full/10.1056/… Aclasta/Reclast; Novartis) präsentiert (Black DM, et al. The Effect of 3 versus 6 Years of Zoledronic Acid Treatment in Osteoporosis: a Randomized Extension to the HORIZON-Pivotal Fracture Trial (PFT) ASBMR Annual Meeting. October 16, 2010).
Die Ergebnisse der Studie mit über 1200 Patientinnen zeigten nach einer 6-fachen Zoledronsäure Gabe (einmal jährlich 5 mg i.v.) eine Reduktion neuer Wirbelbrüche um 52% im Vergleich zu Patientinnen denen in den Jahren 4, 5 und 6 ein Placebo verabreicht wurde. Das Langzeitwirksamkeits- („efficacy“) und Sicherheitsprofil („safety“) einer jährlichen Einmaldosis wurden von den Ergebnissen der Studie bestätigt. Während sich die Knochendichte in Patientinnen, die nach der 3. Zoledronsäure Infusion die Therapie beendeten, im Vergleich zur 6 Jahresgruppe verringerte, so blieb auch diese über den Ausgangswerten zu Beginn der Behandlung. In beiden Gruppen lagen die Knochenmarker während der gesamten Studiendauer im Bereich premenopausaler Werte.
Das Auftreten atypischer Femurfrakturen wird nicht erwähnt (vgl. www.coliquio.de/coliquio-news-…).

Original Artikel Abstract:

Bisphosphonates and Fractur…

Osteonekrosen des Kiefers unter Bisphosphonaten
Die AkdÄ möchte Sie im Folgenden über Publikationen und Meldungen aus dem internationalen Raum informieren und hofft, Ihnen damit nützliche Hinweise auch für den Praxisalltag geben zu können.
Bisphosphonate werden zunehmend eingesetzt zur Therapie der Osteoporose, bei osteolytischen Knochenmetastasen von soliden Tumoren bzw. Osteolysen bei multiplen Myelomen oder bei Hyperkalzämie im Rahmen maligner Erkrankungen. In einer New Yorker Klinik für Mund- und Kieferchirurgie fiel jetzt eine Gruppe von Patienten mit nekrotischen Läsionen des Kiefers auf, denen eine klinische Eigenschaft gemeinsam war: sie hatten alle eine Dauertherapie mit den auch in Deutschland zugelassenen Bisphosphonaten Pamidronat (Aredia®), Zoledronat (Zometa®) oder Alendronat (Fosamax®) erhalten (1; 2). Eine retrospektive Analyse aller Patienten zwischen Februar 2001 und November 2003 mit refraktärer Osteomyelitis und anamnestisch einer Therapie mit Bisphosphonaten ergab 63 Patienten mit einer solchen Vorgeschichte. Von den 63 Patienten hatten 56 eine intravenöse Therapie für mindestens ein Jahr erhalten, und sieben Patienten erhielten eine orale Langzeittherapie. Die Grunderkrankungen waren in 44 Prozent multiple Myelome, 32 Prozent Mammakarzinome, 13 Prozent Osteoporose, 5 Prozent Prostatakarzinome und 6 Prozent andere Erkrankungen. Die Läsionen waren typischerweise nicht heilende Extraktionswunden oder ein freiliegender Kieferknochen,jeweils refraktär gegenüber konservativem Debridement oder antibiotischer Therapie. Eine australische (3) und eine amerikanische Publikation (4) hatten im Jahre 2003 erstmals (Letter) auf die Problematik hingewiesen.
Osteonekrosen des Kiefers (avaskuläre Nekrosen) sind gekennzeichnet durch Verlust oder Zerstörung des Knochens unter den Zähnen. Die Biopsien ergaben keinen Hinweis auf Metastasen beziehungsweise Osteolysen, wie man es bei den entsprechenden Grundkrankheiten differenzialdiagnostisch annehmen könnte. Klinisch imponierten die Nekrosen wie dentale Abszesse, „Zahnschmerzen“ oder wunde Stellen im Bereich des Zahnfleisches. Zahnextraktionen stehen häufig am Beginn der Episoden dieser nichtheilenden Nekrosen. Der Kausalzusammenhang der Osteonekrosen des Kiefers mit Bisphosphonaten ist nicht gesichert. Andere Faktoren, wie Begleittherapien (Chemotherapie, Radiatio, Corticosteroide) oder patientenseitige Faktoren (Anämie, Infektionen, vorbestehende kieferchirurgische Erkrankungen) können eine Rolle spielen.
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat bereits für Pamidronsäure (Aredia®) und Zoledronsäure (Zometa®) diese bislang unbekannte unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) in die Gebrauchsinformationen aufnehmen lassen. Die Autoren der New Yorker Studie weisen darauf hin, dass Ärzte angesichts der steigenden Verordnungen von Bisphosphonaten verstärkt auf derartige UAW achten sollten. Ein Problem dabei scheint zu sein, dass sich betroffene Patienten möglicherweise nicht an den die Bisphosphonate verordnenden Arzt, sondern an den Zahnarzt beziehungsweise Kieferchirurgen wenden und die unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf diese Weise nicht als solche erkannt werden. Zahnärzte bzw. Kieferchirurgen sind deshalb besonders zur Aufmerksamkeit gegenüber diesen UAW aufgefordert.

Literatur

Mittwoch, 17. September 2008

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Interpretation der Knochendichtemessung

Mittwoch, 22. August 2007

QCT-Messinterpretation

QCT-Messinterpretation06032009

Im Vergleich zum DXA Verfahren (T-Wert kleiner -1,5 bis -2,5 Osteopenie,kleiner -2,5 Osteoporose, liegen die Normalwerte der LWS beim QCT zwischen -2,5 bis -3,5 bzw. Kleiner -3,5 für eine Osteoporose.(BMD < 120mg/cm3 bis 80 mg/cm3 bezw. kleiner

80 mg/cm3 für eine Osteoporose.Manifeste Osteoporose bei T-Werten der Hüfte bezw. CTXA/DXA von kleiner -2,5 und osteoporotische Fraktur. (Der Radiologe)

Unter 60 Jahren erscheint die Messung der Wirbelsäule representativer als die Hüfte, über 70 Jahre die Hüfte.Wobei jedoch Einschränkungen bezgl. der Genese der Osteoporose zu bestehen scheinen.Die Kortikoidosteoporose beteiligt vermehrt das Achsenskelett, die Alters- u. Postmenopausenosteoporose die Hüfte. (Erste eigene Erfahrungen in Einzelfällen)

 

Kyphoplastie u. Vertebroplastie

Mittwoch, 22. August 2007

Die Kyphoplastie hat den Vorteil, die Höhe des Wirbelkörpers wieder herstellen bzw. den Kyphosewinkel reduzieren zu können, ohne dass dies zu unterschiedlichen klinischen Ergebnissen im Vergleich zur Vertebroplastie führt. Biomechanische Überlegungen, dass eine Wiederherstellung der normalen Form des Wirbelkörpers die Rate der Anschlussfrakturen vermindern könnte, bedürfen der wissenschaftlichen Untermauerung.

Die Kyphoplastie erscheint uns indiziert, wenn die Höhe des anterioren Anteils des Wirbelkörpers um 1/3 gegenüber der Norm reduziert ist oder ein Kyphosewinkel von mehr als 15–20° vorliegt. Ziele der Therapie sind die Wiederherstellung der Form und die Reduktion des Kyphosewinkels. Dies kann allerdings nur bei Frakturen gelingen, die nicht älter als 3 Wochen sind. In allen anderen Fällen erfolgt eine Vertebroplastie.


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