NSF

Kein Gadolinium bei PD(Peritoneal Dialyse). !

Unter Dialyse makrozyklische GD-KM mit zeitnaher Dialyse nach KM-Applikation, zweite Dialyse 24 Std. nach der ersten Dialyse nach Gd-Kontrastmittel.(Dotarem,Gadovist,Primovist)

Errechnung der GFR nach der Cockcroft Formel empfehlenswert!!!

Rechner:

 

http://nierenrechner.de/egfr-rechner/aus-krea.html

Beispielrechnung:

Alter :
Jahre  100
Gewicht :
kg  50
Kreatinin :
mg/dl  1
Geschlecht :
weiblich X
männlich
Der Kreatinin-Clearance-Wert beträgt: 24 ml/min.
CAVE

http://www.medscape.org/viewarticle/745696

Wang et al. verglichen in einer retrospektiven Studie die Inzidenz der nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) am Massachusetts General Hospital (Boston, USA) vor (2002–2007) und nach (2008 bis September 2010) Einführung strenger Leitlinien zur Gabe gadoliniumhaltiger Kontrastmittel bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Die im Verlauf des Jahres 2007 eingeführten Leitlinien verlangen die Bestimmung des Serumkreatinins und der dadurch abgeschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) bei Patienten über 60 Jahren und bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionseinschränkung (z. B. Diabetes mellitus) innerhalb von 30 Tagen vor der Untersuchung. Bei Patienten mit einer GFR von unter 60 ml/min/m2 wurde eine alternative Untersuchung gesucht. War dies nicht möglich, wurde die Kontrastmittelsdosis auf 0,2 ml/kgKG bzw. maximal 20 ml beschränkt. Bei Patienten mit einer GFR unter 30 ml/min/m2 wurde eine gadoliniumkontrastierte MRT nur im größten Notfall und immer in enger Zusammenarbeit mit den nephrologischen Kollegen durchgeführt.

nephrogene-systemische-fibrose-nsf

Gadubutol_Niereninsuff_NSF

 

 

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2 Responses to “NSF”

  1. Werner Says:

    Also, ich mache es folgendermaßen ambulant:
    Vor jeder Kontrastmittelgabe muß ein Krea vorhanden sein, wenn nicht bestimme ich den Kreatininwert selbst. Die eGFR wird routinemäßig mittels Cockcroft-Formel errechnet.
    Im MRT wende ich unter 60 ml/min eGFR nur makrozyklische Gd-Km an.Nichtionische
    Km in der CT sind obligat. Metformin im Ct wird entsprechend der Richtlinien vor KM abgesetzt.
    Unter 30 ml GFR gebe ich kein KM, alle möglichen alternativen werden
    erwogen.Ct-KM bei eGFR 30-60 Hydrierung mit 1 Liter Nacl vor u. nach KM ect..
    Sollte im MRT Gd-Km bei eGFR <= 30 gegeben werden müssen, halte ich Rücksprache mit dem Nephrologen, dann gegebenenfalls Dialyse direkt nach der Untersuchung und nach 24 Std.Bei einem GFR unter 30 und dringend notwendiger Gabe von Jod-Km im CT (in der Praxis äußerst selten) nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten, Einweisung ins Krankenhaus und dort konsilliarische Entscheidung mit Nephrologen ect.. Meine Kreatininbestimmung kann ich bei Kassenpatienten abrechnen nach Rücksprache mit der KV(habe ich auch abgerechnet bisher). Schriftliche Einwilligung und evidenzbasierter Fragebogen(FDA) für jeden Patienten vor KM ist selbstverständlich.

  2. admin Says:

    07/2017
    Das PRAC empfiehlt dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) Folgendes:

    Ruhen der Zulassung der linearen nicht-organspezifischen GBCA:
    Lineare nicht-organspezifische GBCA

    Gadopentetat-Dimeglumin:
    Magnevist® 0,5 mmol/ml (Bayer),
    Magnograf® 0,5 mmol/ml (Jenapharm) und andere Generika
    Gadobenat-Dimeglumin:
    MultiHance , 0,5 M (Bracco)
    Gadodiamid:
    OMNISCANTM 0,5 mmol/ml (GE Healthcare)
    Gadoversetamid:
    OptiMark® 500 Mikromol/ml (Mallinckrodt)
    In seiner Empfehlung schreibt das PRAC, dass „lineare GBCA aufgrund ihrer Struktur stärker dazu neigen, das Gadolinium freizusetzen, das sich dann in Körpergeweben ablagern kann…“. Das PRAC fand bei seiner Prüfung der linearen nicht-organspezifischen GBCA „überzeugende Beweise für die Akkumulation von Gadolinium im Gehirn in Studien, in denen unmittelbar das Gadolinium im Hirngewebe gemessen wurde sowie Areale erhöhter Signalintensität in der MRT-Bildgebung viele Monate nach der letzten Injektion eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels. Es liegen zwar keine Berichte über Symptome oder Erkrankungen vor, die mit Gadolinium- Ablagerungen im Gehirn in Zusammenhang stehen, doch das PRAC hat sich hier zur Vorsicht entschieden und verweist darauf, dass Daten zu langfristigen Auswirkungen auf das Gehirn nur in begrenztem Umfang vorliegen…“.

    Fortsetzung der Bereitstellung makrozyklischer GBCA, wobei diese GBCA in der niedrigsten Dosis verwendet werden sollen, bei der die Bildgebung ausreichend verstärkt wird, um eine Diagnose stellen zu können, wenn eine native Bildgebung nicht geeignet ist.
    Makrozyklische GBCA

    Gadobutrol:
    Gadovist® 1,0 mmol/ml (Bayer)
    Gadotersäure:
    Dotarem® 0,5 mmol/ml (Guerbet)
    Dotagraf® 0,5 mmol/ml (Jenapharm) und andere Generika
    ARTIREM® 0,0025 mmol/ml zur intraartikulären Anwendung (Guerbet)
    Gadoteridol:
    ProHance® 0,5 M (Bracco)
    Das PRAC schreibt in seiner Empfehlung, dass „makrozyklische Wirkstoffe stabiler sind und erheblich weniger dazu neigen, das Gadolinium freizusetzen“.

    Fortsetzung der Bereitstellung linearer spezifischer GBCA.
    Lineare spezifische GBCA

    Dinatriumgadoxetat:
    Primovist® 0,25 mmol/ml, leberspezifisches GBCA (Bayer)
    Gadopentetat-Dimeglumin:
    Magnevist® 2 mmol/l zur intraartikulären Anwendung (Bayer)
    Das PRAC schreibt, dass Primovist® 0,25 mmol/ml, „ein lineares Kontrastmittel, das in niedrigen Dosen zur Bildgebung der Leber verwendet wird, auf dem Markt bleiben kann, weil es einen wichtigen diagnostischen Bedarf bei Patienten mit wenigen Alternativen abdeckt“. Ebenso solle das intraartikuläre Magnevist® 2 mmol/l „zur direkten Injektion in Gelenke weiterhin verfügbar bleiben, da seine Gadoliniumkonzentration sehr niedrig ist – etwa 200-mal niedriger als die der intravenösen Präparate“. Laut PRAC „sollten beide Kontrastmittel in der niedrigsten Dosis verwendet werden, bei der die Bildgebung ausreichend verstärkt wird, um eine Diagnose stellen zu können, wenn eine native Bildgebung nicht geeignet ist“.

    Die Empfehlungen des PRAC basieren auf einer Auswertung von zahlreichen Forschungspublikationen seit 2014, in denen Fragen zur Gadolinium-Ablagerung im Gehirn aufgeworfen wurden, sowie auf Informationen von Herstellern und Experten. Die Forschung konnte zwar einige Antworten zu diesem Thema liefern, doch vieles ist auch noch ungeklärt, unter anderem die Identifikation klinischer Auswirkungen.

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