Kyphoplastie u. Vertebroplastie

Die Kyphoplastie hat den Vorteil, die Höhe des Wirbelkörpers wieder herstellen bzw. den Kyphosewinkel reduzieren zu können, ohne dass dies zu unterschiedlichen klinischen Ergebnissen im Vergleich zur Vertebroplastie führt. Biomechanische Überlegungen, dass eine Wiederherstellung der normalen Form des Wirbelkörpers die Rate der Anschlussfrakturen vermindern könnte, bedürfen der wissenschaftlichen Untermauerung.

Die Kyphoplastie erscheint uns indiziert, wenn die Höhe des anterioren Anteils des Wirbelkörpers um 1/3 gegenüber der Norm reduziert ist oder ein Kyphosewinkel von mehr als 15–20° vorliegt. Ziele der Therapie sind die Wiederherstellung der Form und die Reduktion des Kyphosewinkels. Dies kann allerdings nur bei Frakturen gelingen, die nicht älter als 3 Wochen sind. In allen anderen Fällen erfolgt eine Vertebroplastie.

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