V/P Szintigraphie MSCT

Die V / Q-Szintigrafie erweist sich im Vergleich mit der moderneren Mehrzeilen-Spiral-CT beim Nachweis der akuten Lungenembolie in vielen Bereichen als ebenbürtig und bezüglich der Sensitivität sogar überlegen. Die Mehrzeilen-Spiral-CT erkennt zentrale Emboli mit hoher Sensitivität und Spezifität, beim Nachweis peripherer Emboli bestehen trotz methodischer Verbesserungen (Steigerung bis auf 64 Zeilen) noch Defizite. Insbesondere gemessen am Outcome ist die Sensitivität insgesamt immer noch zu gering (ca.75 %), die Ursache hierfür liegt weniger in der Abbildungsqualität als in der Befundung. Die V / Q-Szintigrafie weist Defizite beim Erkennen zentraler Emboli auf, die entweder gar keine hämodynamischen Auswirkungen haben oder nur teilokkludierend sind. Gemessen am Outcome ist die Sensitivität insgesamt dennoch hervorragend, die Anzahl symptomatischer sowie tödlicher Folgeembolien bei szintigrafisch unauffälligen, unbehandelten Patienten tendiert zu Null. Ausschlaggebend für die Prognose sind somit Emboli mit hämodynamischen Auswirkungen in der Primärdiagnostik. Anders als die V / Q-Szintigrafie erkennt die Mehrzeilen-Spiral-CT auch extrapulmonale Erkrankungen als Alternativdiagnosen, unter anderem die Aortendissektion. Das Risiko einer Tumorinduktion als Folge der Strahlenexposition ist nach einer Mehrzeilen-Spiral-CT um mehr als eine Größenordnung höher als bei der V / Q-Szintigrafie.

Cave: Bei Lungenembolie neben direkten Thrombusnachweis auch auf Darstellung der Subsegmentgefäße achten, z.B. bei perpherer Infarktpneumonie.

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