Gist-Tumore

Gastrointestinale  Stromatumore.

Können in Leber, Lunge und Knochen metastasieren.

Vor dem Jahr 2000 existierte keine wirksame systemische Therapie für fortgeschrittene oder metastasierte
GIST. Alle Versuche der Mono- oder Polychemotherapie blieben bislang mit Ansprechraten unter 5% erfolglos.
Durch die Entwicklung des Tyrosinkinaseinhibitors
Imatinib wurde die Therapie der gastrointestinalen Stromatumoren revolutioniert.

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)
bilden eine extrem seltene Gruppe von Tumoren, die vorwiegend
muskuläre Varianten wie Leiomyome, Leiomyosarkome
sowie Leiomyoblastome umfasst. Mit der Einführung immunhistochemischer
Untersuchungen können diese Tumoren in eine
epitheloide und eine autonom-neurale Variante näher differenziert
werden. In dieser Übersicht werden anhand von fünf eigenen
Beobachtungen seit 1997 die Möglichkeiten der radiologischen
Diagnostik dieser Tumoren in Zusammenhang mit
der Pathologie retrospektiv analysiert und ausgewertet. Pathognomonische
Bildcharakteristika für gastrointestinale
Stromatumoren gibt es nicht; am ehesten sollte man diese Tumoren
in die Differentialdiagnose einschlieûen, wenn groûe,
rundliche, meist glatt begrenzte Tumoren des Gastrointestinaltrakts
± einzeln oder multipel ± in Kombination mit zentralen
Nekrosen auftreten. Eine besondere syndromale Kopplung eines
gastrointestinalen Stromatumors (Originalbeschreibung:
Leiomyosarkom des Magens) mit einem extraadrenalen Paragangliom
und einem pulmonalen Chondrom stellt das Carney-
Syndrom dar: Bei diesem nur in wenigen Fällen in der Literatur
dokumentierten Syndrom liefert die radiologische Bildgebung
einen wichtigen Beitrag zum Nachweis oder Ausschluss eines ±
simultanen oder auch zweizeitigen ± Auftretens von mindestens
zwei der drei Tumorentitäten (GIST, extraadrenales Paragangliom,
pulmonales Chondrom).

Fortschr Röntgenstr 2000; 172 Sigmund G

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