Posts Tagged ‘Harn- oder Mastdarmstörungen’

CIS/RIS bei MS Diagnose

Sonntag, 27. Oktober 2013

Fazit , was sollte im Mrt Befund stehen:


Mehr als 9 T2 Läsionen?(Risikoprognose);

Mindestens eine T2-Läsion in mindestens 2 der 4 Regionen: juxtakortikal, periventrikulär, infratentoriell,
Rückenmark (bei Patienten mit Hirnstamm- oder spinalen Symptomen werden
Läsionen in diesen Lokalisationen nicht gewertet) – Swanton-Kriterien?

;Eine neue T2-Läsion in einem Folge-MRT im Vergleich zu einem Vor-MRT, das zu irgendeinem
Zeitpunkt nach einem CIS erstellt wurde?.

Nebeneinander von mindestens einer
Kontrastmittel-aufnehmenden und einer nicht Kontrastmittel-aufnehmenden
asymptomatischen Läsion.?

 

 

 

 

Mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) kann nach den revidierten
McDonald-Kriterien [6] anhand neuer Läsionen oder dem Nebeneinander aktiver
und nichtaktiver Läsionen die Diagnose einer (nicht klinisch definierten) MS bereits
vor dem zweiten Schubereignis gestellt werden.
Die spinale MRT ist zur Prognoseabschätzung und Therapieentscheidung wichtig

Definition eines klinisch isolierten Syndroms CIS
Ein CIS beschreibt das erste klinische Zeichen, das für eine MS typisch ist, also eine
mögliche Frühform der MS [7]. Dementsprechend wird das CIS meist bei jungen
Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren diagnostiziert.

Dissemination im Ort:Mindestens eine T2-Läsion in mindestens 2 der 4 Regionen:
juxtakortikal, periventrikulär, infratentoriell, Rückenmark (bei Patienten mit
Hirnstamm- oder spinalen Symptomen werden Läsionen in diesen Lokalisationen
nicht gewertet) – Swanton-Kriterien.
Dissemination in der Zeit:Eine neue T2-Läsion in einem Folge-MRT im Vergleich zu
einem Vor-MRT, das zu irgendeinem Zeitpunkt nach einem CIS erstellt
wurde.Nebeneinander von mindestens einer Kontrastmittel-aufnehmenden und
einer nicht Kontrastmittel-aufnehmenden asymptomatischen Läsion.
Der Liquorbefund sollte bei jedem Patienten mit Verdachtsdiagnose eines CIS
erhoben werden:
CIS-Patienten mit OKB haben ein deutlich höheres Risiko einer raschen Konversion
als Patienten ohne Nachweis von OKB [10]. In der Regel werden die OKB ergänzt
durch unspezifische Antikörperindizes wie die Masern-Röteln-Zoster (MRZ)-Reaktion,
die bei bis zu 50% der OKB-negativen Patienten positiv ausfallen kann [11]. Ergänzt
werden sollte die apparative Zusatzdiagnostik durch eine elektrophysiologische
Abklärung möglicher klinisch stummer Läsionen der Nn. optici (visuell evozierte
Potenziale, VEP), der Pyramidenbahn (transkranielle Magnetstimulation, TKMS) und
des Tractus spinothalamicus (somatosensibel evozierte Potenziale, SEP).
Das CIS muss von nichtidiopathischen, entzündlichen, autoimmunen oder
infektiösen ZNS-Erkrankungen oder nichtentzündlichen ZNS-Erkrankungen
abgegrenzt werden
Eine entscheidende Differenzialdiagnose zur autoimmunen Optikusneuritis ist die
zentrale seröse Chorioretinopathie:
Diese kommt häufig bei jungen Männern vor und geht mit einer subakuten
monokulären Visusminderung und einem zentralem Gesichtsfelddefekt einher. Im
Rahmen einer Funduskopie kann eine seröse Abhebung der Netzhaut gesehen
werden. Im Zweifel lässt sich die Diagnose mittels Fluoreszenzangiographie und/oder
OCT erhärten.
In verschiedenen Studien an Patienten mit CIS in Form einer Optikusneuritis, von
Hirnstammsymptomen oder einer Myelitis zeigte sich, dass das Risiko eines
Übergangs in eine CDMS bei 60–80% innerhalb von 7 bis 20 Jahren liegt, wenn
klinisch stumme MRT-Läsionen bereits im CIS-Stadium nachgewiesen sind.
Patienten, bei denen initial lediglich die symptomatische Läsion nachweisbar war
oder sich – im Fall einer Optikusneuritis – keine Parenchymläsionen fanden, betrug
das Risiko lediglich 20% .

Radiologisch isoliertes Syndrom RIS:
Vorhandensein von Läsionen, die den MRT-Kriterien einer MS entsprechen, die
allerdings bei klinisch asymptomatischen Personen oder Patienten mit
unspezifischen Beschwerden gefunden wurden.Insgesamt betrachtet liegt das Risiko,
bei bestehendem RIS in den nächsten 2 bis 5 Jahren einen oder mehrere Schübe
einer MS zu erleiden, bei 30–40%, eine deutliche Korrelation zum späteren
Auftreten einer MS besteht zu initial Kontrastmittel-aufnehmenden Läsionen [44].
Dieses Risiko erhöht sich auf 84%, wenn zusätzlich zu klinisch stummen zerebralen
Entmarkungsherden asymptomatische Rückenmarksläsionen vorliegen.
Das allgemein empfohlene Vorgehen besteht jedoch nach wie vor darin, bis zum
Auftreten einer klinischen Manifestation abzuwarten, da bisher keine Daten
vorliegen, die den Nutzen einer prophylaktischen Immuntherapie belegen


Zur Werkzeugleiste springen