Posts Tagged ‘Schilddrüse’

Resensibilisierung bei radiojodrefraktärer SD Tumor

Sonntag, 31. März 2019

Die Autoren konnten somit belegen, dass bei einem Teil der Patienten eine RJTh durch die genannte Vortherapie wieder
durchführbar wurde. Diese dann durchgeführte 131Jodtherapie führte zu erkennbarem Ansprechen des Tumors.

 

 

 

 

Das differenzierte Schilddrüsenkarzinom hat in der Regel eine exzellente Prognose. Sie verschlechtert sich allerdings
bedeutend bei Auftreten von Fernmetastasen; dann besteht eine 10-Jahresüberlebensrate von noch ca. 42 %. Besonders
schlecht ist die Prognose, wenn ein radiojodrefraktärer Tumor vorliegt: hier liegt die 10-Jahresüberlebensrate bei nur noch ca.
10 %. Um eine Radiojodaufnahme wieder zu erzielen, wurde in der Vergangenheit eine Reihe von Substanzen ohne große
Erfolge untersucht. Zugrunde liegt der radiojodrefraktären Situation eine Mutation im MAPK-Signalweg, insbesondere die
BRAF V600-Mutation. Es kommt zu einem Verlust des Natrium-Jod-Symporters. Ausgehend von in-vitro-Untersuchungen, die
die Möglichkeit eine Wiedererlangung der Radiojodaufnahme durch Inaktivierung der Mutation zeigten, wurden erste klinische
Studien aufgenommen. Untersucht wurden der MEK-Inhibitor Selumetinib und der BRAF-Inhibitor Dabrafenib.
Hier berichten die Verfasser über 13 Patienten im mittleren Alter von 55 Jahren (Bereich 45 – 75 Jahre), die entweder mit
einem MEK-Inhibitor alleine oder in Kombination mit einem BRAF-Inhibitor behandelt wurden. Alle wiesen eine fehlende
Radiojodaufnahme auf. Die Therapie wurde bei acht Patienten wegen eines Fortschreitens der Erkrankung begonnen, bei
fünf, um eine Redifferenzierung der Radiojodaufnahme zu erzielen. Bei zehn Patienten lag ein papilläres Karzinom vor, bei
zwei ein schlecht differenziertes Karzinom und bei einem Patienten ein follikuläres Karzinom. Neun Patienten wiesen eine
Thyroid-Lit. 50855
BRAF-Mutation auf, zwei eine NRAS-Mutation, einer eine KRAS-Mutation. Bei einem Patienten lag ein Wildtyp für 400
untersuchte Gene vor, einschließlich BRAF und RAS. Alle neun Patienten mit der BRAF-Mutation wurden mit einem BRAFInhibitor therapiert (Dabrafenib, Verumafenib). Die drei Patienten mit der RAS-Mutation wurden mit einem MEK-Inhibitor
therapiert (Trametinib oder ein noch in der Entwicklung befindlicher Inhibitor). Der Patient mit nicht identifizierter Mutation
erhielt Trametinib.
Von den 13 Patienten kam es in acht Fällen zu einer erkennbaren Radiojodaufnahme, so dass eine Therapie möglich wurde.
Bei einem weiteren Patienten wurde entschieden, ihn zu therapieren. Die Aktivität betrug 204.4 mCi (Median; Bereich
150 – 253). Bei allen Patienten mit einer RAS-Mutation kam es zu einem die Radiojodtherapie (RJTh) ermöglichenden
Uptake. Die Patienten, bei denen eine RJTh möglich wurde, konnten anschließend über 14.3 Monate nachverfolgt werden
(Median, Bereich 4.5 – 20.6). Meist lag eine stabile Situation vor (stable disease), bei drei Patienten war ein partielles
Ansprechen.
Die Autoren konnten somit belegen, dass bei einem Teil der Patienten eine RJTh durch die genannte Vortherapie wieder
durchführbar wurde. Diese dann durchgeführte 131Jodtherapie führte zu erkennbarem Ansprechen des Tumors.

237. Folge des Henning
Schilddrüsenliteraturdienstes.

Kalzitonin u. medulläres Schilddrüsenkarzinom

Dienstag, 13. November 2018

calcitonin

Eine ROC-Plotanalyse wurde für beide Geschlechter getrennt durchgeführt, um zwischen einem MTC einerseits und einer C-Zellhyperplasie bzw. unauffälligem Befund andererseits zu unterscheiden. Dabei zeigte sich bei Männern eine optimale Sensitivät von 93.6 % und Spezifität von 95 % bei einem cut-off-Wert für CT von ≥ 46 pg/ml. Der positiv-prädiktive Wert (PPV) betrug 97 %, der negativ-prädiktive Wert (NPV) lag bei 90 %. Beim weiblichen Geschlecht betrug die optimale Sensitivität (87.3 %) und Spezifität (87.5 %) mit einem PPV von 98 % und eine NPV von 50 % bei einem cut-off-Wert von ≥ 35 pg/ml. Dies zeigt die zweite Abbildung. Legt man diese Werte zugrunde, wurden bei 6 % der Männer und 13 % der Frauen das MTC nicht diagnostiziert, während 5 % bzw. 13 % falsch-positiv waren und eine C-Zellhyperplasie hatten.

Die Autoren weisen somit auf geschlechterspezifische cut-off-Werte bei der CT-Messung hin, um möglichst zwischen einem MTC einerseits und einer C-Zellhyperplasie bzw. einem Normalbefund andererseits präoperativ unterscheiden zu können.

 

 

 

Bei der Diagnose des medullären Schilddrüsenkarzinoms besitzt die Bestimmung von Kalzitonin (CT) zentrale Bedeutung. So
wird die Messung dieses Parameters auch in der Differentialdiagnose von Knoten empfohlen.
Immer wieder hinterfragt wird jedoch, ob die Kalzitoninmessung auch bei der C-Zell-Hyperplasie hilfreich ist. Hierbei handelt
es sich um eine Präkanzerose bei familiärer Häufung eines medullären Karzinoms. Bei einem CT-Wert von 100 ng/L oder
höher wird ein operatives Vorgehen empfohlen, unabhängig von der Genese. Unterhalb dieses Wertes sind falsch-positive
Befunde häufiger, weswegen ein Pentagastrintest empfohlen wird. Die Autoren stellten sich hier die Frage, inwieweit in dieser
Situation ein Pentagastrintest zwischen einer C-Zellhyperplasie und einem medullären Karzinom differenzieren kann.
Bei zwanzig Patienten, zehn Frauen und zehn Männern, im mittleren Alter von 48.7 ± 13.3 Jahren, mit einem Schilddrüsenknoten
fand sich eine CT-Konzentration zwischen 15 und 100 ng/L. Sie alle erhielten einen Pentagastrintest. Bei 16 Patienten
fiel dieser positiv aus, d.h. es war eine Stimulation auf über 100 ng/L zu dokumentieren. Der mittlere basale CT-Wert belief
sich auf 29 ± 18 ng/L, der stimulierte Wert auf 441 ± 417 ng/L. Dabei zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen dem
basalen und dem stimulierten CT (s. obere Abb.).
Bei sieben Patienten, bei denen sich histologisch ein medulläres
Karzinom zeigte, betrug der basale CT-Wert 36 ± 25
ng/L, der stimulierte Wert 702 ± 537 ng/L. Neun Patienten
hatten histologisch eine C-Zellhyperplasie; hier betrug der basale
CT-Wert 23 ± 5, der stimulierte 238 ± 73 ng/L. Die stimulieren
CT-Werte waren bei Patienten mit medullärem Karzinom
signifikant höher als bei Patienten mit C-Zellhyperplasie (p <
0.001; 95 %-Vertrauensbereich –2.1 – –0.7).
In der ROC-Analyse, um Patienten mit medullärem Karzinom
von Patienten mit C-Zellhyperplasie zu unterscheiden, war ein
CT-Maximalwert von 275 ng/L in der Lage, dies mit einer Sensitivität
von 100 % und einer Spezifität von 89 % zu leisten (p =
0.002; Vertrauensbereich 0.89 – 1.046). CT-Werte von über
275 ng/L hatten einen positiv-prädiktiven Wert für ein C-Zellkarzinom
von 100 %, ein Wert von unter 275 einen positivprädiktiven
Wert für eine C-Zellhyperplasie von 89 %. Die
Einzelwerte hierzu zeigt die untere Abbildung.
Die Verfasser plädieren somit für einen Grenzwert für CT im
Pentagastrintest von 275 ng/L. Hierdurch kann präoperativ mit
hinreichender Genauigkeit ein C-Zellkarzinom von einer CZellhyperplasie
unterschieden werden.

Sofern ein Pentagastrintest erforderlich ist, wird dieser am
nüchternen, liegenden Patienten über einen peripher-venösen
Zugang durchgeführt. Nach basaler Blutentnahme werden
innerhalb von 10s 0,5μg/kgKG Pentagastrin, verdünnt im 5ml
physiologischer NaCl-Lösung, i.v. injiziert, weitere Blutabnahmen
zur Bestimmung von Kalzitonin erfolgen nach 2 und 5min.
Einige Autoren empfehlen, außer dem Basalwert noch einen
Wert unmittelbar nach Injektion abzunehmen. Eine häufig empfohlene,
weitere Blutentnahme 10min p. i. ist für die Testaussage
nicht entscheidend, da der hCt-Peak fast immer innerhalb
der 2. bis 5. Minute auftritt. Gemäß EBM bzw. GOÄ ist die Bestimmung
von hCt im Rahmen eines Stimulationstestes bis zu
fünf- bzw. sechsmal berechnungsfähig. Kontraindikationen:
Schwangerschaft, Asthma bronchiale, koronare Herzerkrankung,
schwerer arterieller Hypertonus, Ulcus duodeni sowie
schwere Unverträglichkeiten oder Anaphylaxie bei vorausgegangenen
Testen. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
abdominelle Sensationen (Wärmeempfinden bis hin zu Nausea,
Dysästhesien der Extremitäten, Kreislaufbeschwerden, thorakales
Engegefühl und Geschmacksstörungen).
Problematisch ist hierzulande allerdings seit einigen Jahren der
Bezug von Pentagastrin, das in Deutschland arzneimittelrechtlich
nicht mehr als zugelassen und nur über die Auslandsapotheke
zu beziehen ist. Es ist schwer nachvollziehbar, warum es
bislang noch nicht zu einer unkonventionellen Einigung zwischen
den gesetzlichen Krankenkassen und den medizinischen
Fachverbänden kommen konnte, in der die Kostenübernahme
für das Pentagastrin geregelt ist, zumal an Indikation, Stellenwert
und Aussagekraft des Pentagastrintestes keinerlei Zweifel
bestehen. Alternativ kann der Kalzium-Stimulationstest verwendet
werden. Hierbei werden 2,5mg Kalziumglukonat /
kgKG, verdünnt in 7–9ml physiologischer NaCl-Lösung, über
60s i.v. appliziert [8]; Blutentnahmen erfolgen analog zum
Pentagastrintest. Die Stimulierbarkeit des hCt fällt hier allerdings
etwas niedriger als nach Pentagastringabe aus. Kontraindikationen:
Thrombophilie, bestimmte kardiale Erkrankungen
(ggf. Rücksprache mit dem betreuenden Kardiologen). Die
Nebenwirkungen sind im Allgemeinen geringer als beim Pentagastrintest.

Hypothyreose (Soja,Isoflavone)

Donnerstag, 02. November 2017

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Bipolar Disorder

Samstag, 03. Juni 2017

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Thyreostatika u. Agranulozytose

Dienstag, 09. August 2016

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SD-Kinder-Newborn

Freitag, 19. Juni 2015

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MIBI-SPECT beim kalten SD-Knoten

Samstag, 29. Juni 2013

Neben der Wichtung von Malignitätskriterien und Kalzitoninwert, führen wir zuerst die FNP
durch, bei pos. FNP dann OP, bei neg. FNP Kontrollen. Nur bei nicht beurteilbarer FNP
und mehrfach frustraner Wiederholung dann TC-MiBi(sehr selten). Alleinige TC-MIBI erfordert zuviele OP’s ,da viele benigne Befunde positive Aktivität zeigen, nach pos. MIBI dann neg. FNP ergibt wieder Lage wie bei prim. MIBI. Der neg. Vorhersagewert der MIBI hat aber sicher
Vorteile.
Übrigens zeigen viele Studien, dass die mehrfache FNP die Karzinomvorhersage deutlich
verbessert.

Meiner Meinung nach hat die zusätzliche MIBI keine Vorteile. Bei unklarer

FNP sollte gleich operiert werden, wegen der Vielzahl der falsch positiven

Befunde im Verhältnis zu den wenigen richtig negativen Befunden der MIBI,

das ergibt keinen BENEFIT?

schmidtMIBI

MIBI_SDN_4_2016

Hyperparathyreoidismus, TC_MIBI_Epithelkoerperchen

Thyreoglobulin Calcitonin Tests

Freitag, 24. Dezember 2010

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Therapie Hyperthyreose Kinder

Sonntag, 24. Januar 2010

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Diff. SD-CA Tumormarker der SD

Donnerstag, 18. September 2008

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