Amiodaron induzierte Hyperthyreose

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Amiodaron induzierte Hyperthyreose

Postby Werner » Tue 10. Jun 2008, 11:19

Amiodaron induzierte Hyperthyreose

Die durch Amiodaron induzierte Hyperthyreose
wird in einen Typ 1 und Typ 2 unterteilt. Typ 1
entwickelt sich auf dem Boden einer vorbestehenden
Schilddrüsenerkrankung (latenter Morbus
Basedow, fokale oder disseminierte Autonomien),
Typ 2 in einer normalen Schilddrüse. Die
Differenzierung dieser beiden Typen ist wegen
der unterschiedlichen Therapie wichtig: Typ 1
spricht sehr gut auf eine kombinierte Methimazol-
und Potassium-Perchlorat-Therapie an, Typ
2 wird mit Glukokortikoiden behandelt.
Farbdopplersonografisch ist die Unterscheidung
beider Formen problemlos möglich. Typ 1 zeigt
eine fokal oder diffus gesteigerte Durchblutung
(PSV erhöht), Typ 2 eine diffus reduzierte Durchblutung.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

AIT Typ 1:TC-MIBI +, Interleukin 6 normal

AIT Typ 2:TC-MIBI - blockiert, Interleukin 6 erhöht

Farbdopplersonografisch ist die Unterscheidung
beider Formen problemlos möglich. Typ 1 zeigt
eine fokal oder diffus gesteigerte Durchblutung
(PSV erhöht), Typ 2 eine diffus reduzierte Durchblutung.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Amiodaron induzierte Hyperthyreose Therapie

Postby Werner » Tue 13. Nov 2012, 14:03

J Clin Endocrinol Metab 97: 499-506 (2012)
Die amiodaroninduzierte Hyperthyreose (AIH) Typ 2 ist pathogenetisch als destruktive Thyreoiditis aufzufassen, die auf einem direkten zytotoxischen Effekt von Amidaron auf Thyreozyten beruht. Präformierte Schilddrüsenhormone werden aus unter­gehenden Thyreozyten in die Zirkulation freigesetzt und führen so zu einer hyperthyreoten Stoffwechsellage.

Im Gegensatz hierzu stellt die amiodaroninduzierte Hyperthyreose Typ 1 eine jodinduzierte Hyperthyreose dar, bei der die hyperthyreote Stoffwechsellage durch eine vermehrte Schilddrüsenhormonsynthese ausgelöst wird. Darüber hinaus treten Mischtypen zwischen den beiden Formen auf. Die AIH 2 wird mit Glukokortikoiden behandelt, es besteht aber häufig eine große Unsicherheit, ob die Amiodarontherapie fortgesetzt werden kann. Eine Wirksamkeit auf die AIH 2 wird auch dem Perchlorat zugesprochen, hierdurch soll sich der zytotoxische Effekt des Amiodarons auf die Thyreozyten reduzieren lassen.
Ziel der hier präsentierten randomisierten Multicenter-Studie war es, den Nutzen einer Perchloratgabe, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit Prednison unter Beibehaltung der Amiodaroneinnahme bei der AIH 2 zu untersuchen.

Hierzu wurden Patienten mit einer AIH 2 einer von drei Behandlungsgruppen zugeteilt (Gruppe A: Prednison 30 mg, n = 12; Gruppe B: Perchlorat 2 x 500 mg, n = 14; Gruppe C: Prednison 30 mg + Perchlorat 2 x 500 mg, n = 10). Alle Studien­teil­nehmer erhielten zusätzlich 30 mg Thiamazol, die Amiodarontherapie lief in allen Fällen unverändert weiter. Die Beobachtungsdauer lag bei 2 Jahren.

Als effektiv wurde die Therapie dann angesehen, wenn der TSH-Wert im Verlauf in den Normbereich anstieg (> 0,4 mIU/l). Durch die genannten Therapieregime gelang in 100, 71 bzw. 100 % (Gruppe A – C) die Wiederherstellung einer euthyreoten Stoffwechsellage. Bei den 29 % der Patienten aus Gruppe B, die unter der Initialtherapie mit Perchlorat nicht euthyreot wurden, gelang dies durch Hinzufügung von Prednisolon. Die Zeiten bis zum Erreichen eines TSH-Wertes > 0,4 mU/l bzw. einer FT4-Konzentration < 25 pmol/l unterschieden sich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen (Gruppe A: 8 bzw. 4 Wochen, Gruppe B: 14 bzw. 12 Wochen, Gruppe C: 12 bzw. 8 Wochen; jeweils Median).

Die Rate der Rezidivhyperthyreosen lag bei 8,3 %. Die Daten zeigen, dass bei der AIH 2 trotz Fortsetzung der Amiodarontherapie in allen Fällen unter medikamentöser Behandlung eine Normalisierung der Stoffwechselsituation erreicht werden kann. Als Therapie der Wahl ist dabei nach wie vor die Gabe von Glukokortikoiden anzusehen, während der alternative oder zusätzliche Einsatz von Perchlorat demgegenüber keine Vorteile bietet.

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Wolff–Chaikoff effect

Postby Werner » Sun 7. Sep 2014, 15:28

Wolff–Chaikoff effect:

Bei der Amiodaron Therapie ist noch der Wolff–Chaikoff effect erwähnenswert .Durch den hohen Jodid Gehalt der Tabletten ( 200 Milligramm Jodid/Tab-) kommt es in der Initialphase der Therapie zu einer Hypothyreose . Diese Hypothyreose, ich beziehe mich hier auf einen eigenen Fall, lässt sich serologisch nach Therapiebeginn feststellen, 4 Wochen nach serologischer Feststellung der Hypothyreose konnte ich bei einem eigenen Patienten mittels Hormonbestimmung eine Normalisierung der Schilddrüsenhormon Parameter feststellen .
Gleichzeitig ließ sich eine Typ 1 oder Typ 2 Thyreopathie unter Amiodaron ausschließen, Verlaufskontrollen in adäquaten Abstand sind jedoch erforderlich(z.B. vierwöchentlich,dann
alle 3 Monate ect.).


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